DFL Deutsche Fussball Liga

Fachtag zum Thema „Antidiskriminierung und Vielfalt“

Rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen bei der Fachtagung zusammen. (Foto: DFB/Thomas Boecker)

12.02.2020 – Handlungsansätze gegen Rechtsextremismus und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt waren die Schwerpunktthemen der Fachtagung „Antidiskriminierung und Vielfalt“, die am Dienstag und Mittwoch in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Seit vielen Jahren engagieren sich die DFL Deutsche Fußball Liga sowie die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf diesem Gebiet. Im Rahmen der sechsten und erstmals über zwei Tage andauernden Fachtagung kamen rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Gastgeber der Veranstaltung mit Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Veranstaltungsleitern sowie CSR-Verantwortlichen der Clubs der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und der Regionalligen sowie mit Vertretern sozialpädagogischer Fanprojekte waren DFL und DFB.

Wie wichtig und notwendig das kontinuierliche Engagement der Verbände und Clubs in der Antidiskriminierungsarbeit ist, zeigen nicht zuletzt aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen. So stand am ersten Veranstaltungstag die Sensibilisierung der Teilnehmenden für Entwicklungen in den Themenbereichen Rechtsextremismus und Diskriminierung auf der Agenda.

Unter Einbeziehung von Experten wurde Wissen vermittelt, um im Anschluss gemeinsame Handlungsansätze an den Standorten des Profifußballs zu erarbeiten und zu vertiefen. Ebenso wurde die vom Autoren und Soziologen Robert Claus moderierte Veranstaltung für den kollegialen Austausch genutzt. Abgerundet wurde der erste Teil des Fachtags mit einer Podiumsdiskussion zu aktuellen politischen Entwicklungen im Fußball.

Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt standen am zweiten Tag im Mittelpunkt. Vorträge und Diskussionen leiteten diesen Themenkomplex ein. So wurde zum Beispiel ein Handlungskonzept des „Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt“ vorgestellt und diskutiert. In anschließenden Workshops wurden konkrete Handlungsansätze vertieft, abschließend folgte eine Podiumsdiskussion zu Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt.

Der von der DFL im Jahr 2014 eingerichtete Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur (PFiFF) hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte im Bereich der Toleranzentwicklung und Antidiskriminierung gefördert. Mehr Informationen zu den Förderschwerpunkten und -Richtlinien und dazu, wie die DFL auch mit diesem Förderpool das zivilgesellschaftliche Engagement fördert, finden Sie auf dfl.de im Bereich PFiFF oder im vierten Teil der Serie „Einblicke in die Fanarbeit der DFL“.