Seit 1. Juli 2017 gibt es die Bundesliga International als 100-prozentige Tochtergesellschaft der DFL mit Sitz in Frankfurt am Main. Vorgänger war die 2008 gegründete DFL Sports Enterprises, ebenfalls eine 100-prozentige Tochter der DFL. Seit 1. Januar 2018 führt Robert Klein, zuvor CCO, die Bundesliga International als CEO. Seit 2012 wird ist die Bundesliga International außerdem mit einer Zweigniederlassung mit Sitz in Singapur in der Region Asien-Pazifik vertreten. In der Spielzeit 2018/19 wurden zusätzlich die Standorte New York für die Region Americas sowie eine Repräsentanz China in Peking eröffnet. Die Bundesliga International vermarktet für die DFL die audiovisuellen Medienrechte an den Spielen der Lizenzligen für alle Plattformen im Ausland sowie die zentralen Sponsoringrechte, Markenlizenzen und digitalen Angebote der Bundesliga. Sie versteht sich darüber hinaus als Dienstleister für die mehr als 80 nationalen und internationalen Vertragspartner.

Die Spiele der Bundesliga sind rund um den Globus lizenziert. Zu den Lizenzpartnern zählen gegenwärtig weltweit führende Mediennetzwerke wie ESPN, Sky oder die Nordic Entertainment Group, aber auch national agierende Broadcaster wie Band Sports in Brasilien, SABC in Südafrika oder Next Media in Vietnam. Neben einer nachhaltigen Steigerung der für die Liga generierten Umsätze ist also vor allem auch die Erreichung von weltweiten Zielgruppen eine der primären Aufgaben der Auslandsvermarktung. Mit jährlich über einer halben Millionen gesendeten TV-Stunden bieten die Lizenznehmer eine ideale Plattform für die internationalen Vermarktungsaktivitäten der Bundesliga.

Der Geschäftsbereich Commercial Partnerships betreut ein attraktives Partnerportfolio. Dies umfasst Kooperationen mit dem Sportartikelhersteller Derbystar, der den offiziellen Spielball seit der Saison 2018/19 stellt, dem Pay-TV Sender Sky Deutschland, Topps als offiziellem Lizenzpartner für Sticker und Trading Cards sowie Tipico und Mondelez. Bereits seit 1998 und damit am längsten besteht die Lizenzpartnerschaft mit dem Hersteller von interaktiven Unterhaltungsprodukten EA SPORTS, in dessen Spiel FIFA 21 abermals sämtliche Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga integriert sind.

Seit Anfang 2020 besteht eine Kooperation mit dem führenden Anbieter im Cloud Computing, Amazon Web Services. Bei dieser Zusammenarbeit steht vor allem die gemeinsame Entwicklung technologischer Projekte im Mittelpunkt wie beispielsweise die „Bundesliga Match Facts powered by AWS“. Hierbei handelt es sich um Statistiken, die mit Hilfe von Machine Learning, künstlicher Intelligenz und Cloud Computing generiert werden.