Virtuelle Bandenwerbung ab der kommenden Saison bei Live-Übertragungen ins Ausland möglich

Der Split-Screen veranschaulicht die virtuelle Bandenwerbung: links das originale Fernsehbild, rechts das Sendesignal mit durch digitale Überblendung angepasster Stadionbande.

13.03.2018 - Neue Möglichkeiten für die Clubs in der Auslandsvermarktung: Ab der kommenden Saison kann virtuelle Bandenwerbung bei internationalen Live-Übertragungen aus der Bundesliga und 2. Bundesliga regulär zum Einsatz kommen. Während im deutschsprachigen Raum die Zuschauer in den Stadien und vor den Bildschirmen keine Veränderung erleben werden, können bestehende Stadionbanden in anderen Märkten künftig durch digitale Überblendungen im Sendesignal individuell angepasst werden.

Der Technologieanbieter Supponor, mit dessen System speziell zertifizierte LED-Werbebanden virtuell überblendet werden können, hat in Zusammenarbeit mit Lagardère Sports als erstes Unternehmen den Qualitätscheck der DFL Deutsche Fußball Liga bestanden. Darüber hinaus werden Testreihen, die mit anderen Anbietern bereits stattgefunden haben, fortgesetzt. Ziel der von der DFL-Tochtergesellschaft Sportcast durchgeführten Checks ist es, unter Live-Bedingungen die Bildqualität sowie technische Integrierbarkeit der Überblendungen in das Basissignal zu testen.

Jeder Club kann zugelassene Systeme künftig in Abstimmung mit der DFL einsetzen, wenn dies nach eigener Bewertung passend erscheint. Über die genauen Bedingungen und den möglichen Umfang des Einsatzes virtueller Werbung sowie das künftige Zusammenspiel aller Beteiligten wird die DFL die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zeitnah im Rahmen eines Workshops informieren. Anschließend ist gemeinsam mit den Clubs die Abstimmung einer verbindlichen Richtlinie geplant, um größtmögliche Prozesssicherheit im Umgang mit der neuen Technologie zu bieten.