Zur Spielzeit 2017/18 reformierte die DFL das System der Ausbildungshonorierung. Kern der Neuausrichtung war auch die Aufstockung des finanziellen Betrags, der seitdem verstärkt den Amateurvereinen zugute kommt.

Eine weitere Anpassung wurde zur Saison 2024/25 wirksam. Erneut geht es dabei vor allem um eine Erhöhung der Fördersumme. Den entsprechenden Beschluss haben die 36 Proficlubs im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung am 11. Dezember 2023 einstimmig gefasst. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fragen und Antworten zum Thema Ausbildungshonorierung: 

  • Wer erhält von der DFL eine Ausbildungshonorierung?

    Am aktuellen Beispiel der Ausbildungshonorierung 2025 erläutert: Wenn ein Club der Bundesliga oder 2. Bundesliga einen Spieler in der Saison 2024/25 oder frühestens in der Saison 2023/24 erstmalig als Lizenzspieler unter Vertrag genommen hat, der Spieler in der Spielzeit 2024/25 höchstens sein 23. Lebensjahr vollendet hatte und der Spieler in der Saison 2023/24 erstmalig als Lizenzspieler in einem Meisterschaftsspiel der Bundesliga oder 2. Bundesliga eingesetzt wurde, erhalten die Vereine, die den Spieler ab der Saison seines 6. bis zur Saison seines 21. Geburtstages ausgebildet haben, von der DFL eine Ausbildungshonorierung in Form einer finanziellen Zuwendung.

  • Wie errechnet sich der Betrag, den ein Verein als Ausbildungshonorierung erhält?

    Für die Ausbildung eines Spielers zwischen der Saison seines 6. bis zur Saison seines 11. Geburtstags erhalten die Vereine je 5.250 Euro für eine gesamte Spielzeit. Für die Ausbildung in der Saison seines 12. bis zur Saison seines 21. Geburtstags erhalten die Clubs je 6.750 Euro pro Spielzeit. Der höhere Betrag berücksichtigt, dass ab dem zwölften Lebensjahr Trainings- und Betreuungsaufwand für die Vereine steigen.

  • Welche maximale Summe kann im Zuge der Ausbildungshonorierung ausgeschüttet werden?

    Aus der beschriebenen Systematik ergibt sich, dass ein Club bis zu 99.000 Euro für die Ausbildung eines einzelnen Spielers erhalten kann, der in der Bundesliga oder 2. Bundesliga debütiert hat.

  • Was hat sich mit der Spielzeit 2017/18 geändert?

    Bei der Bewertung der Honorierungshöhe werden seit der Spielzeit 2017/18 alle Vereinsstationen ab der Spielzeit des sechsten Lebensjahres berücksichtigt. Zuvor waren nur die fünf zurückliegenden Jahre ab Wirksamkeit des ersten Lizenzspielervertrages entscheidend. Von der Umstrukturierung des Honorierungssystems profitieren zunehmend Amateurclubs, da diese oftmals für die Förderung und Ausbildung der Kinder im Grundschulalter verantwortlich sind. In Summe wurden seitdem bis einschließlich der Saison 2021/22 knapp elf Millionen Euro an Clubs unterhalb der 3. Liga gezahlt.

Für die Saison 2024/25 erfolgte die Ausbildungshonorierung an 113 Amateurvereine unterhalb der 3. Liga für die Lizenzspieler-Debüts von insgesamt 65 Profis.

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