Baseline-Screening

Um den Umgang mit Kopfverletzungen weiter zu professionalisieren und die dadurch entstehenden Gefahren für Spieler zu reduzieren, wurde mit Beginn der Saison 2019/20 ein sogenanntes Baseline-Screening für die Spieler aller 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga verbindlich eingeführt. Die DFL folgte damit einer Empfehlung der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Bei der Beurteilung einer akuten Kopfverletzung stellt sich den Mannschaftsärzten beim Fußball die Frage, ob beim betroffenen Spieler durch die Verletzung eine Abweichung vom gesundheitlichen „Normalzustand“ zu erkennen ist. In einem solchen Fall hilft das Baseline-Screening weiter. Grundlage des neurologischen Screenings, das vor Beginn einer Saison im Rahmen der jährlichen Tauglichkeitsuntersuchung zur Feststellung des aktuellen medizinischen Status – also: der Baseline – der Spieler durchgeführt wird, sind neurologische und neuropsychologische Tests, mindestens dem SCAT-5 (SCAT = Sport Concussion Assessment Tool) entsprechend.

Diese Tests untersuchen die verschiedenen Teilbereiche der Hirnfunktion, unter anderem Eigenschaften wie die Balance und die Merkfähigkeit. Abweichungen von der vor einer Saison erhobenen Baseline helfen bei der Diagnosestellung und bei der Entscheidung über eine mögliche Rückkehr eines betroffenen Spielers auf den Rasen. Ein Sportler sollte erst dann wieder zum Einsatz kommen, wenn seine Testergebnisse wieder der Baseline entsprechen.