Rekordsaison 2024/25: Deutscher Profifußball erreicht erstmals mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz

  • Höchstwerte: Profifußball erlöst 6,33 Milliarden Euro und entrichtet 1,7 Milliarden Euro Steuern und Abgaben an die öffentlichen Kassen
  • Mit 1,21 Milliarden Euro steigert auch die 2. Bundesliga erneut ihre Erlöse und weist eine positive Gesamtbilanz aus
  • Mehr als 64.000 Beschäftigte rund um beide Ligen markieren den höchsten Wert in der Geschichte des deutschen Profifußballs
  • Der interaktive DFL-Wirtschaftsreport 24/25 ist digital verfügbar

26.1.2026 – Die wirtschaftlichen Kennzahlen des deutschen Profifußballs für die abgelaufene Saison 2024/25 sind so stark wie nie zuvor. Dies geht aus dem DFL-Wirtschaftsreport 24/25 hervor, der am heutigen Montag auf dem Neujahrsempfang der DFL präsentiert wurde.

Die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga erwirtschafteten erstmals Erlöse von insgesamt mehr als 6 Milliarden Euro. Mit 6,33 Milliarden lagen die Umsätze 461,2 Millionen Euro höher als 2023/24, was einer Steigerung um 7,9 Prozent entspricht. Insgesamt ergibt sich ein operativer Gesamtgewinn des deutschen Profifußballs von 271,5 Millionen Euro.

Die 18 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga erwirtschafteten in der Saison 2024/25 erstmals mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz. Mit 5,12 Milliarden Euro wurde die bisherige Rekordsumme aus dem Vorjahr um 320,8 Millionen Euro übertroffen. Das entspricht einer Steigerung um 6,7 Prozent. Nachdem die Clubs der 2. Bundesliga in der Vorsaison erstmals kumulierte Einnahmen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro auswiesen, wurde diese Summe nun noch einmal um 140,4 Millionen Euro auf 1,21 Milliarden Euro gesteigert – ein Zuwachs um 13,1 Prozent.

Deutlich mehr Clubs als im Vorjahr weisen ein positives Ergebnis sowie wachsendes Eigenkapital auf. 13 Erst- und 15 Zweitligisten erzielten einen Gewinn – gegenüber 9 bzw. 8 im Vorjahr. Auf EBITDA-Basis, also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, schlossen sogar alle 18 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga sowie 16 der 18 Vereine und Kapitalgesellschaften der 2. Bundesliga mit einer positiven Bilanz ab. Das Eigenkapital in der Bundesliga liegt mit 2,17 Milliarden Euro erstmals bei mehr als zwei Milliarden Euro. Alle 18 Clubs weisen ein positives Eigenkapital aus.

Vom Wachstum profitieren auch die öffentlichen Haushalte. So flossen fast 1,7 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben. Damit hat der deutsche Profifußball in den vergangenen zehn Spielzeiten insgesamt mehr als 14 Milliarden Euro Steuern und Sozialabgaben entrichtet. Auch die Zahl der Jobs in der Branche erreicht einen neuen Höchstwert. Insgesamt 64.122 Menschen waren direkt oder indirekt bei den Clubs und ihren Tochtergesellschaften beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Stellenzahl um 2.395 bzw. 3,9 Prozent.

Zu den starken Umsatzzahlen hat neben den gestiegenen Einnahmen aus Medienrechten und Werbung erneut das herausragende Zuschauerinteresse beigetragen. Fast 21 Millionen abgesetzte Tickets in der Saison 2024/25 bedeuten einen Höchstwert.

Ligapräsident Hans-Joachim Watzke: „Der Fußball führt Menschen über alle Unterschiede und Grenzen hinweg zusammen und schafft gemeinsame Erlebnisse. Auch das wirtschaftliche Wachstum der Bundesliga und 2. Bundesliga – mit erneuten Umsatzrekorden – hat einen positiven gesellschaftlichen Effekt. Das zeigt die Summe der Steuern und Abgaben ebenso wie die Zahl der Jobs. In herausfordernden Zeiten setzt der deutsche Profifußball starke Signale. Wir können entsprechend selbstbewusst in das WM-Jahr 2026 gehen.“

DFL-Geschäftsführer Marc Lenz: „Mit seinem ausgewogenen Einnahme-Mix und einer rationalen Mittelverwendung wahrt der deutsche Profifußball die – gerade angesichts internationaler Dynamik – immer schwierigere Balance aus sportlicher Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlicher Stabilität. Es gilt, diesen vernünftigen Weg zu stärken und gemeinsam voranzukommen. Aufgabe der DFL bleibt dabei, als verlässliche Ligaorganisation jene Rahmenbedingungen positiv und zukunftssicher zu gestalten, in denen die Clubs sich sportlich und wirtschaftlich bewegen.“

DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel: „Rekorderlöse im Profifußball sind kein Selbstzweck. Sie sind Ausdruck der großen gesellschaftlichen Popularität des Fußballs und zugleich ein wichtiger Baustein für nachhaltige wirtschaftliche Stabilität. Zur starken wirtschaftlichen Bilanz des Profifußballs tragen Millionen Fans und Mitglieder mit ihrer Begeisterung und Unterstützung bei. In hohem Maße relevant ist zudem der Beitrag von Sponsoren und Medienpartnern. Fast jeder dritte Euro der Einnahmen unserer Clubs stammt beispielsweise aus der Zentralvermarktung der Medienerlöse. Gemeinsam arbeiten wir daran, diese Säule des Profifußballs weiter zu stärken.“

Digitaler DFL-Wirtschaftsreport 24/25 interaktiv

Im DFL-Wirtschaftsreport 24/25 sind die Bilanzen des deutschen Profifußballs umfassend digital aufbereitet. Auf der multimedialen Plattform werden Nutzerinnen und Nutzer durch alle relevanten Kennzahlen geführt. Zudem können Vergleiche seit der Saison 2013/14 selbständig vorgenommen und individuelle PDFs zusammengestellt werden. Das Angebot wird von einer sportlichen Saisonbilanz, Berichten zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Engagement des Profifußballs sowie einem Quiz vervollständigt.