Internationaler Kongress zur Zukunft der Spielanalyse

Bundestrainer Joachim Löw im Gespräch mit Fredi Bobi, Vorstand Sport bei Eintracht Frankfurt, Jonas Hector vom 1. FC Köln (rechts) und Lars Kornetka, als Cotrainer bei Bayer 04 Leverkusen tätig, sowie dem Pressesprecher der Nationalmannschaft, Jens Grittner (links).

01.12.2017 - Der deutsche Fußball an sich und die Bundesliga im Speziellen haben beim Thema Sports Analytics & Performance im Weltfußball eine Führungsposition inne. Um weitere Innovationen voranzutreiben und um den Austausch und die Diskussion mit weiteren Experten zu ermöglichen, haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL Deutsche Fußball Liga den „1. Internationalen Spielanalysekongress der DFB-Akademie“ ins Leben gerufen, der am 29. und 30. November 2017 in Frankfurt am Main stattgefunden hat.

Den Kongressauftakt bildete neben der Begrüßung durch DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius und DFB-Akademie-Projektleiter Oliver Bierhoff ein gemeinsamer Impulsvortrag von Christofer Clemens und Dr. Hendrik Weber. Clemens ist Leiter Scouting und Spielanalyse des DFB, während Weber als Leiter Technologie & Innovation der DFL und einer der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Sportec Solutions maßgeblich für die Erprobung und Einführung neuer Technologien verantwortlich zeichnet. Die Keynote-Speech erklärte einerseits, welche Pionierarbeit die Bundesliga bei der Erfassung und innovativen Nutzung von Spielanalysedaten leistet und geleistet hat. Andererseits richteten beide Sprecher den Blick auch in die Zukunft, um über neue Berufsfelder im Bereich Analytics zu sprechen und darüber zu referieren, warum Positionsdaten der Schlüssel sind, um deskriptive Modelle durch automatisierte, prognostische Modelle ablösen zu können.

Auch Dr. Hendrik Weber (Foto oben), Geschäftsführer der DFL-Tochtergesellschaft Sportec Solutions GmbH, gehört zu den Sprechern des Kongresses.

Zu den Referenten gehörten etablierte Fachleute wie Prof. Dr. Oliver Höner von der Universität Tübingen, Prof. Dr. Daniel Memmert von der Deutschen Sporthochschule Köln und Dr. Daniel Link von der Technischen Universität München sowie Experten vom DFB wie Dr. Stephan Nopp und Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann. Hinzu kamen Spezialisten von Clubs aus dem In- und Ausland. Auch Bundestrainer Joachim Löw besuchte den Kongress und nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Der gläserne Spieler“ teil. Insgesamt waren mehr als 220 internationale Gäste anwesend, darunter Vertreter von nahezu allen deutschen Bundesliga-Clubs sowie weitere Vertreter von Vereinen, Ligen und Verbanden weltweit, darunter auch eine größere Delegation aus China.