Im Zeichen der Fanarbeit - Zweitägige Vollversammlung der Fanbeauftragten der Clubs in Wolfsburg

01.12.2017 – Zu ihrer Vollversammlung sind am Mittwoch und Donnerstag in Wolfsburg Fanbeauftragte der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga zusammengekommen. Die DFL Deutsche Fußball Liga organisierte die Tagung gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Vertretern der Fanbeauftragten. Moderiert wurde die Vollversammlung von der “Kompetenzgruppe für Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit" (KoFaS). An zwei intensiven Tagen standen die Weiterentwicklung der Fanarbeit und der Ausbau des Netzwerkes im Vordergrund.

In vier Workshops befassten sich die Teilnehmer mit unterschiedlichen Aspekten der Fanarbeit. So wurden Strategien zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Verbänden, Clubs und den aktiven Fanszenen erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Schulung der Fanbeauftragten in allen Aspekten der Öffentlichkeitsarbeit – gerade auch im Bereich der sozialen Netzwerke. Darüber hinaus beschäftigte sich eine Gruppe mit den von der DFL angebotenen Fortbildungen für Fanbeauftragte. Aus ihrer eigenen Erfahrung schilderten die Teilnehmer, welche Maßnahmen besonders sinnvoll sind und welche Themen in Zukunft noch in das Programm aufgenommen werden sollten. Derzeit werden für Fanbeauftragte unter anderem Schulungen in Kommunikation, Konfliktmanagement und Projektentwicklung angeboten. Eine vierte Gruppe entwickelte Ideen für Aktionen, die gezielt weibliche Fans in der Kurve ansprechen sollen. In diesem Bereich sollen in Zukunft auch die Fanprojekte der verschiedenen Standorte mit eingebunden werden.

Ebenso gab es einen Austausch in größerer Runde. Zudem informierten Vertreter der verschiedenen Arbeitskreise des Netzwerks über aktuelle Entwicklungen.

Hauptamtliche Fanbeauftragte sind seit 2011 Bestandteil der Lizenzierungsbedingungen der DFL, die bereits seit 2006 die jährlichen Vollversammlungen organisiert. Auch aufgrund dieser Strukturen nimmt die Fanarbeit in Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa ein.