DFL und DFB informieren Merkel und Xi über deutsch-chinesische Fußball-Projekte

05.07.2017 - Anlässlich des Staatsbesuchs in Berlin waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zu Gast bei einem Fußballspiel zwischen einer chinesischen und einer deutschen U12-Mannschaft im Stadion auf dem Wurfplatz. DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nutzten die Gelegenheit, um die beiden Gäste über den Stand der verschiedenen gemeinsamen deutsch-chinesischen Fußball-Projekte zu informieren.

Das U12-Spiel ist Teil eines Fußballcamps, das im Rahmen der im vergangenen November abgeschlossenen Vereinbarung durchgeführt wird. Partner in dieser großen Kooperation sind die Bundesregierung, die Regierung Chinas, der chinesischen Fußball-Verband, das chinesische Bildungs- und Erziehungsministerium, die DFL Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball sagt: „Dass die bevölkerungsreichste Nation und das Land mit den weltweit meisten Fußballmitgliedern im vergangenen Jahr auf allerhöchster Ebene eine Kooperation eingegangen sind, war etwas Besonderes und vielleicht Wegweisendes. Das heutige Zusammentreffen hat diesen hohen Stellenwert erneut dokumentiert.“

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Das Interesse von Angela Merkel und Xi Jinping zeigt uns einmal mehr, dass beide Regierungen mit großer Überzeugung hinter unserer Kooperation stehen. Eine Zusammenarbeit kann nicht nur zur Entwicklung des chinesischen Fußballs beitragen, sondern auch positive Effekte für den gesamten deutschen Fußball mit sich bringen. Außerdem würde es uns freuen, wenn der Fußball auf diesem Wege einen Beitrag dazu leisten könnte, dass die Menschen in Deutschland und China auch abseits des Platzes noch näher zusammenrücken.“

Die Kooperation zielt ab auf kontinuierlichen, wechselseitigen Austausch zwischen beiden Ländern. Dabei soll durch umfangreiche Maßnahmen die Entwicklung des chinesischen Fußballs unterstützt werden. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagt: „Anfang Juni wurde die Kooperation beim ersten Chinese-German Football Summit in Frankfurt mit 200 Teilnehmern von Verbänden und Clubs aus beiden Ländern schon weitergehend mit interessanten Inhalten gefüllt. Dies gilt es nun, in verstärktem Maße auf operativer Ebene, kontinuierlich auszubauen.“ Dr. Friedrich Curtius sagt: „Dafür haben wir in den vergangenen Monaten ein Konzept erarbeitet, das den Titel ,5-Star-Alliance‘ trägt. Die fünf Sterne stehen für fünf Bausteine, auf denen die Kooperation basiert: Trainerausbildung, Nachwuchsförderung, Wettbewerbsorganisation, gelebte Fußballkultur und schließlich die ganzheitliche Entwicklung, das heißt, alle vier zuvor genannten Bereiche in Einklang zu bringen.“

Das Trainingslager für die U12-Mannschaften in Berlin, dass der DFB gemeinsam mit dem chinesischen Bildungsministerium und mit Unterstützung von adidas für zwei Teams aus China ausrichtet, dient als Beispiel für die angestrebte Zusammenarbeit in den Bereichen Nachwuchsförderung und Trainerausbildung.

Zum Abschluss ihres Besuchs verfolgten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr chinesischer Gast, Staatspräsident Xi Jinping, ein U12-Spiel mit Jugendlichen aus China und Deutschland – ebenso wie Bundestrainer Joachim Löw, DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball und DFB-Präsident Reinhard Grindel (von rechts).