DFL-Mitgliederversammlung entscheidet am 22. März über weiteren Diskussionsprozess zu 50+1

DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball

28.02.2018 – Die Mitgliederversammlung aller 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga wird am 22. März 2018 über den weiteren Diskussionsprozess hinsichtlich der 50+1-Regel entscheiden. "Es geht in einem ersten Schritt darum, sich über ein Verfahren abzustimmen, in dessen Rahmen zunächst ein umfassendes Meinungsbild aller Clubs eingeholt wird. Hierzu wird es einen Vorschlag des DFL-Präsidiums geben", sagt DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball.

Das neunköpfige Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga hatte sich bei seiner Sitzung am 5. Februar 2018 einstimmig für eine "ergebnisoffene Grundsatzdebatte" ausgesprochen. "Aus Sicht des DFL-Präsidiums erscheint es zweckmäßig, in den kommenden Monaten die Formulierung und Umsetzung der 50+1-Regel zu überprüfen und dabei zu erörtern, wie wichtige Prinzipien der gelebten Fußball-Kultur in Deutschland zukunftssicher verankert werden können und ob gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind", hatte das DFL-Präsidium zum damaligen Zeitpunkt seine Entscheidung begründet.

"Der Diskussionsprozess soll allen Clubs, die Möglichkeit bieten, die eigene Position in die Debatte einzubringen. Gerade in einer derart bedeutenden Frage muss Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen", betont Dr. Rauball und stellt gleichzeitig klar: "Unterstellungen, wonach die DFL bereits im Vorfeld des Diskussionsprozesses heimlich an einer Neuregelung der 50+1-Regel arbeite, entbehren jeder Grundlage. Damit soll offensichtlich bereits im Vorfeld auf infame Weise Stimmung gemacht und die Grundsatzdebatte noch vor ihrem Beginn diskreditiert werden."

Für Satzungsänderungen im Bereich des DFL e.V. ist eine Zweidrittel-Mehrheit der Clubs erforderlich. Die DFL GmbH besitzt dabei kein Stimmrecht.