DFL Deutsche Fussball Liga

Mit Übernahme der AG-Geschäftsführung Ende 2015 (siehe „Historie“) hat es sich die Abteilung Fanangelegenheiten der DFL Deutsche Fußball Liga zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der AG Fankulturen voranzutreiben und somit die Bedürfnisse der an diesem Prozess Beteiligten noch stärker zu berücksichtigen. Die AG Fankulturen und ihre Mitglieder verstehen sich als ein Beratungs- und Kompetenzgremium.

Vornehmliche Zielsetzung der AG Fankulturen soll es dabei sein, einen dauerhaft belastbaren Dialog miteinander zu führen – im Wissen um unterschiedliche Perspektiven und eventuell konträr bleibender Standpunkte, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre jeweiligen Bereiche, Gruppen und Organisationen innerhalb und außerhalb der Clubstrukturen vertreten werden. Die Weiterführung und Intensivierung dieses Austauschs ist eine wichtige Grundlage: Angestrebt wird auf dieser Basis die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses auch für diese unterschiedlichen Positionen und daraus die Möglichkeit für Lösungen zu Themen, welche die Fanszenen in Deutschland bewegen. Dadurch soll mittels der AG Fankulturen ein Beitrag zur Entschärfung bestehender Konflikte und zum Abbau von Feindbildern geleistet werden.

Die AG Fankulturen will die Möglichkeit nutzen, auf strategisch konzeptioneller Ebene direkt unterhalb und in Zusammenarbeit mit der DFB-Kommission Prävention & Sicherheit & Fankulturen ein wichtiger Impuls- und Ideengeber zu sein: für Projektgruppen und bei relevanten Themen, also um auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und mitgestalten zu können. Als wesentlichen Beitrag bündelt die AG dabei auch die Expertisen aus unterschiedlichen Fankulturen.

Die Arbeit der AG Fankulturen besteht im Wesentlichen aus zwei Bausteinen: Einerseits werden ihr aus der DFB-Kommission relevante Themen zugeleitet mit der damit verbundenen Aufgabe, deren Inhalte und Perspektiven aus der Sicht von Fans zu bewerten. Zum anderen werden der Kommission wiederum von AG-Seite Themenvorschläge, erarbeitete Vorlagen und Konzepte vorgelegt. So wurden zwischen 2017 und Anfang 2018 in zwei interdisziplinär besetzten Projektgruppen Handlungsempfehlungen zu den Themen „Verbandsrecht & Zuschauerverhalten“ sowie „Ticketing“ entwickelt bzw. Argumente gesammelt.

Die Zusammensetzung

Die 16 berufene Mitglieder umfassende AG Fankulturen setzt sich aus hauptamtlichen Fanarbeitern sowie aus unabhängigen, ehrenamtlichen Fanvertretern und Mitarbeitern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der DFL Deutsche Fußball Liga zusammen.

Bundessprecher/in der Fanbeauftragten der Clubs: Ben Praße (1. FSV Mainz 05) und Christian Schmidt (VfB Stuttgart)

Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG) e.V.: Alexander Friebel

Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS): Volker Goll

Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG): Sophia Gerschel

Interessengemeinschaft Unsere Kurve: Helen Breit, Jochen Grotepaß

Frauen im Fußball (F_in): Susanne Rudolph, Ramona Steding

Queer Football Fans (QFF): Christian Steffes, Karin Claeßens

Fanclub Nationalmannschaft: Tom Röder

DFB: Sebastian Schmidt

DFL: Thomas Schneider, Benjamin Kandler, Sabrina Lehmann

Vertreterinnen und Vertreter weiterer Fanorganisationen wie Pro Fans und BAFF sind erwünscht. Nach dem 2015 erfolgten Abbruch des Dialogs besteht aber dort bis auf Weiteres derzeit keine Bereitschaft zur Mitarbeit. Alle (ehrenamtlich) berufenen Institutionen stellen ebenso jeweils eine Vertreterin oder einen Vertreter.