DFL Deutsche Fussball Liga

Die Schaffung eines regelmäßigen Dialogs mit unabhängigen Fanvertretern war ein elementares Ziel bei der Einführung der Fananlaufstelle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie der Abteilung Fanangelegenheiten bei der DFL Deutsche Fußball Liga im September 2006. Als erster diesbezüglicher Meilenstein folgte der bundesweite Fankongress im Juni 2007 in Leipzig, inhaltlich gemeinsam von DFL, DFB, der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), Fanbeauftragten der Clubs, Fanprojekten, Fanvertretern sowie dem Sportsoziologen Prof. Dr. Gunter A. Pilz vorbereitet.

Als Folge dieser Veranstaltung und zur weiteren Bearbeitung der von Fanvertretern aufgerufenen Themen wurde eine feste Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die ihre Arbeit im folgenden September als AG Fandialog aufnahm. Aufgabenstellung: die regelmäßige Befassung mit fanrelevanten Fragestellungen. Neben DFB und DFL sowie Vertretern der Fanbeauftragten der Clubs, der Fanprojekte und der KOS waren auch das Bündnis Aktiver FußballFans (BAFF), Dem Ball is´ egal wer ihn tritt, das Netzwerk Frauen im Fußball (F_in), Flutlicht, Pro Fans und die Interessengemeinschaft Unsere Kurve als unabhängige Faninitiativen vertreten.

Im Dezember 2011 wurde die aus der AG Fandialog hervorgegangene AG Fanbelange/Fanarbeit wie auch der Fachbereich Fußballkultur auf Beschluss des DFB-Präsidiums als offizieller Teil der vorherigen DFB-Kommission Prävention & Sicherheit installiert. Hiermit einher ging die formelle Einbindung von Fanperspektiven in die Strukturen des DFB. Neben dem regelmäßigen Austausch der professionellen Fanarbeitsstrukturen der Fanbeauftragten und Fanprojekte mit DFB und DFL wurde so eine verbindliche Plattform für einen direkten Fandialog geschaffen, die im Oktober 2015 allerdings von allen Fanorganisationen verlassen wurde. Gründe hierfür waren unter anderem die fehlende öffentliche, mediale Darstellung der Arbeit der Arbeitsgruppe sowie der ineffiziente Umgang mit den Ergebnissen. Kritisiert wurde ebenso die fehlende Wertschätzung der eingebrachten Fanthemen und Interessen.

Mit dem Ziel der noch effizienteren Gestaltung der Gremienarbeit, stimmte das DFB-Präsidium im Dezember 2015 einer Verschlankung der Kommission Prävention & Sicherheit & Fußballkulturen zu. Aus den ursprünglichen Fachbereichen wurden zwei beratende AGs gebildet, von denen die Themen „Stadion“ einerseits und „Fankulturen“ anderseits bearbeitet und weiterentwickelt werden. Während die AG Stadien im Verantwortungsbereich des DFB verblieb, wurde die Geschäftsführung der AG Fankulturen von der DFL übernommen.

Seither hat die Abteilung Fanangelegenheiten der DFL unter Federführung ihres Leiters Thomas Schneider das operative Geschäft der AG Fankulturen übernommen.